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Personalentwicklung

Personalentwicklung: Erfolgreiche Motivation, Förderung und Bindung von Mitarbeitern

Die Personalentwicklung gehört zu den wichtigsten Themen HR-Management. Erfahren Sie hier, was sich hinter dem Schlagwort verbirgt und welche Maßnahmen dazugehören.

Was gehört zur Personalentwicklung?

Allgemein gehören dazu alle Maßnahmen zur Bildung und Förderung der Mitarbeiter. Sie finden auf unterschiedlichen Kompetenzfeldern statt. Entwickelt werden fachliche, soziale und methodische Kompetenzen. Die Zielstellung besteht darin, die langfristige Einsetzbarkeit der Mitarbeiter auf benötigten Positionen zu sichern. Folgende drei wesentlichen Ansprüche sollen dabei erfüllt werden:

1. Erreichen der Unternehmensziele:

Aus Sicht der Geschäftsführung dient die Entwicklung des Personals dem Erreichen von Umsatz- und Gewinnzielen sowie der Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit.

2. Sicherung der Qualifikation im Unternehmen:

Die Firma benötigt qualifizierte Mitarbeiter mit fachlichen Fähigkeiten auf aktuellstem Niveau.

3. Eingehen auf individuelle Wünsche von Mitarbeitern:

Eingehen auf individuelle Wünsche von Mitarbeitern: Die Mitarbeiter sind selbst an ihrer Entwicklung interessiert. Sie wollen ihr Wissen entsprechend ihres Aufgabengebietes und neigungsgerecht vertiefen. Damit bleiben sie für ihr Unternehmen attraktive Arbeitnehmer.

 

Ein Teilbereich ist das Talent Management. Dieses ist im Kern mit Fördermaßnahmen für schon beschäftigte, besonders talentierte Mitarbeiter und des Weiteren mit der Rekrutierung neuer High Potentials befasst. Es gilt als Königsdisziplin. In einem härter werdenden War for Talents können nur Unternehmen bestehen, deren Talent Management ausgezeichnet entwickelt ist. Dieser Begriff – War for Talents – wird in Hinblick auf die Konkurrenz der Unternehmen beim Recruiting von fähigen Mitarbeitern schon lange bemüht, doch etwa seit 2012 wurde er immer wichtiger. Die boomende Weltwirtschaft und vor allem die deutsche Konjunktur fegte den Arbeitsmarkt stellenweise regelrecht leer. An diesem Zustand hat sich bis Ende 2018 nicht viel geändert, auch wenn sich die Aussichten aktuell ein wenig eintrüben. Daher sind die Unternehmen gut beraten, die Entwicklung ihres Personals voranzutreiben.

Konkrete Ziele der Personalentwicklung

Eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sowie höhere Umsätze und Gewinne sind globale Ziele, doch es gibt viele Einzelziele, die dem Unternehmen und den Mitarbeitern gleichermaßen zugutekommen. Damit entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Beschreiben lassen sich Einzelziele wie folgt:

  • Erhöhung der Qualifikation der Mitarbeiter (fachlich und methodisch), darunter analytisches Denken, Kostenbewusstsein und Projektmanagement
  • Entwicklung von Soft Skills wie Selbstmanagement, Führungskompetenzen und Empathie
  • Sicherung des Fach- und Führungskräftebestands
  • Identifikation potenzieller Nachwuchsführungskräfte
  • Erhöhung von Motivation und Zufriedenheit bei den Mitarbeitern
  • Aufdecken von Defiziten bei Stellenbesetzungen
  • Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens
  • Förderung bislang ungenutzter Potenziale von Mitarbeitern
  • neigungsgerechtere Gestaltung von Arbeitsplätzen
  • Minderung des Risikos von Entlassungen
  • verbesserte Karriereoptionen für Mitarbeiter
  • Erhöhung von Prestige und Selbstbewusstsein

Spezielle Maßnahmen der Personalentwicklung

Je nach Unternehmensgröße lassen sich unterschiedlichste Maßnahmen durchführen, um die genannten Ziele zu erreichen. Berufseinsteigern bietet man nach ihrer Berufsausbildung das berufsbegleitende Studium, Coachings, Praktika und Trainee-Programme an. Maßnahmen am Arbeitsplatz für schon länger beschäftigte Angestellte können ebenfalls Coachings und auch Mentoring sein. Die Job Rotation mit den beiden Varianten Job Enrichment und Job Enlargement hat sich ebenfalls bewährt. Bei einer Job Rotation wechseln Mitarbeiter unternehmensintern auf andere Arbeitsplätze und erweitern dabei ihren Horizont. Durch Job Enrichment gelangen sie dabei auf Positionen mit einer höheren Qualifikationsstufe, beim Job Enlargement wechseln sie auf eine Position auf der gleichen Qualifikationsstufe. Des Weiteren haben sich Lernstätten und -partnerschaften, Projektarbeiten, Qualitätszirkel, Seminare und Workshops bei der Personalentwicklung als sehr nützlich erwiesen. Auch durch Projektarbeiten und Assessmentcenter entwickeln sich Mitarbeiter weiter.

Über den Autor

Dr. Hans-Peter Luippold studierte Betriebswirtschaft in Freiburg und Köln und sammelte als Führungskraft bei Daimler, Volkswagen, Lufthansa, Wella und Vorwerk Erfahrungen in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. Seit April 2000 ist er als Unternehmens- und Personalberater in Frankfurt am Main tätig. Er hält regelmäßig Vorträge und lehrt zu den Themen Erfolg und Karriere.